Fortbildungen
Vier in einer Reihe 4/4 - Stigma
Einführung in die verschiedenen Ebenen von Stigmatisierung
Psychische Erkrankungen sind weiterhin mit vielen Stigmata verbunden. Stigma bedeutet eine diskreditierende Zuschreibung zu bestimmten Merkmalen, die in den Beziehungen der Menschen untereinander zu negativen Annahmen, Vorurteilen, Abwendung, Ausgrenzung und Diskriminierung führen. Stigma zu erleben, führt zu Rückzug, Isolation und Selbstwertzweifeln. Für psychisch erkrankte Eltern und ihre Kinder kann das zu ungünstigen persönlichen und familialen Bewältigungsstrukturen, Angst vor Hilfen und Beratung, Rückzug und Verschwiegenheiten führen. Damit wir Kinder und ihre psychisch erkrankten Eltern besser unterstützen können, müssen wir uns deshalb mit Fragen von Zuschreibungen, Abwertungen und Diskriminierungen auf der persönlichen und strukturellen Ebene befassen.
Das trialogische Prinzip – gemeinsam Sprache finden und verstehen
Seit vielen Jahrzehnten ist der Trialog ein wichtiger Baustein, Stigma und Vorurteilen von psychischen Erkrankungen entgegen zu treten, Räume für Augenhöhe, Sprache und Verstehen zu schaffen. Orte für einen Perspektivwechsel von psychiatrieerfahrenen Menschen, Angehörigen und psychiatrisch Tätigen. Aus dem Psychoseseminar als Keimzelle erwuchsen viele weitere Foren und trialogische Projekte, u.a. der Verein Irre menschlich Hamburg, der mit diversen Projekten um Sensibilität und Toleranz wirbt. Oder die Online Dialoge mit beruflichen und persönlichen Expert*innen zu verschiedenen Aspekten von psychischer Gesundheit und Krankheit (Motto „Bock auf Dialog?“).
Gemeinsam mit Prof. Dr. Thomas Bock, neben Dorothea Buck Mitbegründer des Trialogs, wollen wir über dessen Wert und Vielfalt sprechen. Was kann er zu Offenheit und Verständnis für Menschen mit psychischen Erkrankungen beitragen? Mit ihm wollen wir überlegen, welchen Chancen die Erfahrungen des Trialogs bieten für Diskurse zwischen den Berufsgruppen inkl. Genesungsbegleitung, im Sozialraum, sowie im familiären Kontext - auch für die Perspektiven von Kindern und die Herausforderung von Elternschaft.
Diese Veranstaltung wird aufgezeichnet. Dies betrifft im Wesentlichen die Referent*innen. Für die Aufbereitung des Materials werden wir Fragen aus dem Publikum einbeziehen, jedoch ohne Bezug zu den konkreten Teilnehmer*innen. Im Nachgang wird es ein öffentlich zugängliches Video geben, das auf dem YOUTUBE-Kanal von A: aufklaren einsehbar ist. Mit Ihrer Anmeldung stimmen Sie der Aufzeichnung und ggf. inhaltlichen Verwendung Ihrer Beiträge zu.
Referent: Prof. Dr. Thomas Bock, Universitätsklinikum Eppendorf, Irre menschlich Hamburg e.V.
Moderation: Juliane Tausch | A: aufklaren
Gefördert mit Mitteln der gesetzlichen Krankenkassen nach § 20a SGBV
Vier in einer Reihe
Know-How zum Einsammeln und Lücken schließen
Mit dieser Fortbildungsreihe bieten wir ein Format zur Vertiefung an, um sich mit einem komplexen Teilaspekt des Themas „Kinder psychisch erkrankter Eltern“ genauer zu beschäftigen. Über vier Veranstaltungen befassen wir uns mit einem Jahresthema.
Vier in einer Reihe“ wird gefördert von den gesetzlichen Krankenkassen und ihren Verbänden des Landes Hamburg nach § 20a SGB V im Rahmen ihrer Aufgaben zur Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten.