Fortbildungen

Vier in einer Reihe 3/4 - Stigma

Betroffene Profis - Eigene Krisenerfahrungen von Professionellen und Selbstoffenbarung im beruflichen Kontext

Mittwoch, 30. September 2026 | 16:00 - 18:00 Uhr

Online

kostenfrei

Psychische Erkrankungen sind weiterhin mit vielen Stigmata verbunden. Stigma bedeutet eine diskreditierende Zuschreibung zu bestimmten Merkmalen, die in den Beziehungen der Menschen untereinander zu negativen Annahmen, Vorurteilen, Abwendung, Ausgrenzung und Diskriminierung führen. Stigma zu erleben, führt zu Rückzug, Isolation und Selbstwertzweifeln. Für psychisch erkrankte Eltern und ihre Kinder kann das zu ungünstigen persönlichen und familialen Bewältigungsstrukturen, Angst vor Hilfen und Beratung, Rückzug und Verschwiegenheiten führen. Damit wir Kinder und ihre psychisch erkrankten Eltern besser unterstützen können, müssen wir uns deshalb mit Fragen von Zuschreibungen, Abwertungen und Diskriminierungen auf der persönlichen und strukturellen Ebene befassen.

In dieser Ausgabe legen wir den Fokus auf die professionellen Helfer*innen und ihre eigene Betroffenheit. Psychische Erkrankugen sind keine Seltenheit oder Ausnahme bei Menschen in den psychosozialen und medizinischen Berufen. Doch wie gehen wir damit um? Wie reagieren wir auf Kolleg*innen? Wollen wir selbst Nutzer*innen unserer eigenen Dienstleistungen werden? Lassen wir Krise und Verletzlichkeit zu, obwohl wir viel Verantwortung für andere in ähnlichen Situationen tragen? Tabu und Selbststigma lassen sich auch hier reichlich finden.

Dr. med. Astrid Freisen, Fachärtzin für Psychiatrie und Psychotherapie erzählt von ihren Erfahrungen selbst bipolar erkrankt zu sein, zusätzlich an Multipler Sklerose zu leiden und sich in beiden Rollen der Behandlung wieder zu finden. Sie engagiert sich in der Deutschen Gesellschaft für Bipolare Störungen und hat dort das Refrerat “selbst betroffene Profis” gegründet. Ihr Buch “Wir fliegen hoch, wir fallen tief” gibt viele Einblicke in das persönliche und berufliche Leben in der Achterbahn.

Diese Veranstaltung wird aufgezeichnet. Dies betrifft im Wesentlichen die Referent*innen. Für die Aufbereitung des Materials werden wir Fragen aus dem Publikum einbeziehen, jedoch ohne Bezug zu den konkreten Teilnehmer*innen. Im Nachgang wird es ein öffentlich zugängliches Video geben, das auf dem YOUTUBE-Kanal von A: aufklaren einsehbar ist. Mit Ihrer Anmeldung stimmen Sie der Aufzeichnung und ggf. inhaltlichen Verwendung Ihrer Beiträge zu.

Referentin: Dr. Astrid Freisen
Moderation: Juliane Tausch | A: aufklaren

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Gefördert mit Mitteln der gesetzlichen Krankenkassen nach § 20a SGBV

Vier in einer Reihe

Know-How zum Einsammeln und Lücken schließen

Mit dieser Fortbildungsreihe bieten wir ein Format zur Vertiefung an, um sich mit einem komplexen Teilaspekt des Themas „Kinder psychisch erkrankter Eltern“ genauer zu beschäftigen. Über vier Veranstaltungen befassen wir uns mit einem Jahresthema.

Vier in einer Reihe“ wird gefördert von den gesetzlichen Krankenkassen und ihren Verbänden des Landes Hamburg nach § 20a SGB V im Rahmen ihrer Aufgaben zur Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten.